Bancomat, Bizum, EPI, SIBS und Vipps MobilePay unterzeichnen Absichtserklärung zur Beschleunigung einer souveränen, paneuropäischen Zahlungslösung

Auf einen Blick:

  • Historisches Bündnis: Bancomat, Bizum, EPI, SIBS – MB WAY und Vipps MobilePay unterzeichnen Vereinbarung zu paneuropäischem Interoperabilitätsmodell.
  • Hohe Reichweite: Die Kooperation vereint 130 Millionen Nutzer aus 13 europäischen Länder.
  • Intelligente Vernetzung: Ein zentraler Hub verbindet alle Systeme nahtlos – ohne ​ bestehenden Zahlungslösungen zu verändern.

Brüssel, Lissabon, Madrid, Oslo, Rom, 2. Februar 2026 – Bancomat, Bizum, EPI Company (EPI), SIBS – MB WAY und Vipps MobilePay geben heute gemeinsam die Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekannt. Dies markiert einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der europäischen Zahlungssouveränität. Die Kooperation vereint führende europäische Zahlungslösungen mit dem gemeinsamen Ziel, nahtlose grenzüberschreitende Zahlungen in Europa bis 2027 zu ermöglichen.

Diese Vereinbarung ist ein entscheidender Meilenstein für die strategische Autonomie Europas im Zahlungsverkehr. In einer Zeit, in der Europa weiterhin stark von außereuropäischen Akteuren abhängig ist, demonstriert diese von der Industrie geleitete Initiative, dass europäische Banken und Zahlungsdienstleister über die notwendige Infrastruktur und Leistungsfähigkeit verfügen, um schnell eine konkrete Alternative zu schaffen. Die Kooperation baut auf dem Erfolg bestehender Lösungen auf und verbindet diese über einen zentralen Hub, um ein echtes paneuropäisches Erlebnis für grenzüberschreitende Zahlungen zu schaffen.

Die Kooperation vereint Zahlungslösungen mit etwa 130 Millionen Nutzern und schafft damit unmittelbare Mehrwerte für Verbraucher und Händler im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Bei der Einführung wird die Initiative 13 europäische Länder1 umfassen und zusammen rund 330 Millionen Einwohner vertreten. Die Koalition ist offen für alle europäischen Länder – einschließlich der Schweiz und anderer Nicht-Euro-Märkte. Länder, die bereits eine nationale Zahlungslösung haben, können direkt beitreten. Länder ohne nationale Lösung können eine der im Rahmen der Initiative verfügbaren Lösungen implementieren.

Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung bestätigt den erfolgreichen Abschluss der Machbarkeitsphase. Die Lösungen gehen nun in die Implementierungsphase des Projekts über.

Auswirkungen für Verbraucher und Händler

Europäische Verbraucher können ihre bevorzugte Zahlungslösung weiterhin nutzen, jetzt aber mit größerer europäischer Reichweite und dem gleichen Nutzererlebnis wie in ihrem Heimatland. Händler können künftig Zahlungen von europäischen Verbrauchern mit europäischen Lösungen akzeptieren und und senken damit ihre Abhängigkeit von internationalen Anbietern. Ein neues Symbol neben den bestehenden Marken zeigt Verbrauchern deutlich, wo ihre bevorzugte Lösung auch außerhalb ihrer bisherigen Märkte akzeptiert wird.

„Diese Vereinbarung zeigt, dass Europas Zahlungssouveränität keine Vision mehr ist, sondern eine Realität im Entstehen. Lösungen wie Wero existieren bereits und sind in mehreren Ländern live“, erläutert Martina Weimert, CEO von EPI. „Durch die Interoperabilität mit unseren Partnern legen wir den Grundstein für ein echtes europäisches Zahlungsökosystem. Wir bauen auf bestehende Lösungen auf, die bereits im Einsatz sind und denen Nutzer vertrauen.“

Interoperabilität in der Praxis

Die Kooperation wird durch einen zentralen Hub organisiert, der von einer neu gegründeten gemeinsamen Einrichtung betrieben wird.

Dieser zentrale Hub ist die technische Grundlage und ermöglicht es, dass Zahlungen nahtlos zwischen den verschiedenen paneuropäischen und nationalen Lösungen ausgetauscht werden – basierend auf europäischen Standards und Infrastrukturen, einschließlich sofortiger Echtzeit-Überweisungen.

Die bestehenden Zahlungslösungen bleiben unverändert. Ihre Marken, das gewohnte Nutzererlebnis und alle Features bleiben vollständig erhalten.

„Diese Vereinbarung ist für uns ein großer Schritt auf dem Weg zu einem einheitlichen europäischen Zahlungsnetzwerk. Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt, aber die Vision ist klar“, erklärt Fabrizio Burlando, CEO von Bancomat. „Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam alle technischen Herausforderungen meistern werden, um grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen – ob zwischen Privatpersonen, im Online-Handel oder an der Kasse.“

Roadmap und Next Steps

Nach Unterzeichnung der Vereinbarung gründen die Partner bis Mitte 2026 die zentrale Interoperabilitätseinrichtung. Parallel bereiten sie die technische Umsetzung vor und führen Machbarkeitsstudien durch.

Alle Anwendungsfälle werden bis 2027 in einem gestuften Rollout eingeführt:

  • 2026: Einführung von Peer-to-Peer (P2P) grenzüberschreitenden Zahlungen
  • 2027: Einführung von E-Commerce- und Zahlungsterminal-Zahlungen (POS)

Diese Initiative baut auf Europas führenden Zahlungslösungen auf. Sie schafft ein skalierbares, souveränes europäisches Zahlungssystem, das Verbrauchern und Händlern Innovation, Benutzerfreundlichkeit und Effizienz bietet.

„Europäische Zahlungssouveränität entsteht durch vertrauenswürdige Lösungen wie MB WAY und die Interoperabilität europäischer Infrastrukturen. Mit MB WAY haben wir gezeigt, dass große, sichere Echtzeit-Zahlungssysteme in Europa entstehen und von Millionen von Nutzern und Händlern genutzt werden – in Geschäften, im Online-Handel und zwischen Privatpersonen“, ergänzt Teresa Mesquita, Vorstandsmitglied und COO von SIBS. „MB WAY-Nutzer können bereits Geld in andere Länder der EuroPA Alliance überweisen. Das beweist: Interoperabilität ist der schnellste Weg zu einem souveränen europäischen Zahlungsökosystem.“
„Diese Vereinbarung zeigt: Europa hat die notwendige Infrastruktur, Größe und Vision, um eine souveräne, sichere und zuverlässige Alternative im Zahlungsverkehr zu schaffen. Bizum und die anderen unterzeichnenden Lösungen sind verpflichtet, weiterhin daran zu arbeiten, dass europäische Bürger und Händler Zugang zu vertrauenswürdigen Zahlungslösungen haben, die ihre Daten schützen“, kommentiert Ángel Nigorra, Geschäftsführer von Bizum. „Das ist nur durch gemeinsames Engagement möglich. Wir sind bereit, das Europa zu bauen, das wir uns wünschen: verbunden, souverän und selbstbestimmt in der Zukunft des Zahlungsverkehrs.“
„Bei Vipps MobilePay arbeiten wir jeden Tag daran, Zahlungen für unsere Nutzer in Skandinavien zu vereinfachen. Wir sind stolz darauf, Teil dieser Zusammenarbeit zu sein, die Vipps und MobilePay mit Wallets in anderen europäischen Ländern verbindet", kommentiert Rune Garborg, CEO von Vipps MobilePay. „Wenn Zahlungen wirklich einfach sein sollen, muss das Versenden von Geld über Grenzen hinweg genauso einfach sein wie das Bezahlen zu Hause. Diese Zusammenarbeit bringt diese Erfahrung in die Apps, die unsere Nutzer bereits kennen und denen sie vertrauen."

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Über EPI/Wero

EPI (European Payments Initiative) wurde von 16 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern als Anteilseigner gegründet. Über die Anteilseigner hinaus sind mittlerweile 41 Institutionen in Europa Mitglieder von EPI. Sie haben sich mit einem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen: allen europäischen Händlern und Bürgern einen einheitlichen mobilen Zahlungsdienst anzubieten – Wero.

Basierend auf sofortigen Konto-zu-Konto-Zahlungen (A2A) stellt Wero den vollen Wert von Instant Payments für Verbraucher und Händler in der gesamten Europäischen Union für alle Anwendungsfälle im Bereich des Massenzahlungsverkehrs bereit. Wero ist seit 2024 für P2P-Zahlungen in Belgien, Frankreich und Deutschland verfügbar und bedient derzeit 48 Millionen Nutzer. Für Zahlungen im Einzelhandel ist Wero seit Ende 2025 in Deutschland verfügbar und wird im Laufe des Jahres 2026 schrittweise in Frankreich und Belgien eingeführt. Zwei große Migrationen werden außerdem 2026 vollzogen, Payconiq in Luxemburg und iDEAL in den Niederlanden, und erweitern die Nutzerbasis von Wero um weitere 15 Millionen.

Erfahren Sie mehr unter epicompany.eu oder wero-wallet.eu und folgen Sie uns auf LinkedIn, Instagram und Facebook.

 

Über Bancomat

BANCOMAT ist das beliebteste und bekannteste Zahlungsnetzwerk Italiens und einer der Hauptakteure auf dem Zahlungsmarkt. Mit über 2,7 Milliarden Transaktionen pro Jahr im Wert von rund 200 Milliarden Euro verarbeitet BANCOMAT täglich das Zahlungsaufkommen von Millionen Menschen in Italien. Das integrierte Ökosystem von BANCOMAT deckt alle Bedürfnisse ab – von traditionellen Geldabhebungen bis zu modernen Digitalzahlungen.

Weitere Informationen: www.Bancomat.it

 

Über Bizum

Mit über 30,6 Millionen Nutzern, 111.000 Händlern und 14.000 Spendencodes bis Ende 2025 ist Bizum eine Erfolgsgeschichte des spanischen Bankensystems. Als gemeinsames Projekt der Finanzbranche bietet Bizum innovative digitale Zahlungslösungen, die auf SEPA-Echtzeitüberweisungen und mobiler digitaler Identifikation basieren. Damit erweitern Banken ihr Angebot um sichere, schnelle und benutzerfreundliche Zahlungsmittel. Die Bankmarken, die Bizum ihren Kunden anbieten, decken bereits über 99% des Marktes ab. Im Jahr 2025 tätigte die spanische Bevölkerung täglich durchschnittlich über 3,4 Millionen Echtzeitüberweisungen über Bizum.

Als Innovations- und Kooperationsprojekt des spanischen Finanzsektors arbeitet Bizum mit nationalen Partnern zusammen: Redsys ist Technologieanbieter der Bizum-Infrastruktur. Redsys und Cecabank fungieren als von Bizum akkreditierte Verarbeiter für die Mitgliedsbanken. Die Echtzeitüberweisungen werden über das Nationale Elektronische Clearingsystem (SNCE) verarbeitet – reguliert durch die Bank von Spanien und betrieben von Iberpay.

Weitere Informationen: bizum.com

 

Über SIBS – MB WAY

MB WAY war die erste Echtzeit-Zahlungslösung in der Eurozone und ist bis heute die umfassendste: mit über 15 Funktionen wie Peer-to-Peer Echtzeitüberweisungen, E-Commerce, MB WAY QR-Code, NFC-Zahlungen, Geldautomaten-Abhebungen und Spenden. MB WAY-Nutzer tätigen monatlich über 70 Millionen Transaktionen an mehr als 500.000 Zahlungspunkten und bei Händlern. Die Plattform verbindet dabei über 12 Millionen Karten und Konten.

SIBS besteht seit über vier Jahrzehnten und ist ein führender Finanzdienstleister mit modernen, zuverlässigen und sicheren Zahlungslösungen. Das Unternehmen betreut über 150 Millionen Nutzer auf drei Kontinenten und verarbeitet jährlich über 10 Milliarden Transaktionen. SIBS zählt zu den führenden Zahlungsdienstleistern Europas und ist bekannt für Expertise in Sicherheits- und Betrugsprävention sowie für Kartenfertigung und -personalisierung auf der Iberischen Halbinsel.

SIBS wurde aus Innovation gegründet und verfolgt diese Mission weiter: Das Unternehmen will ein verlässlicher Partner für öffentliche und private Organisationen sein. Durch die Entwicklung innovativer Zahlungslösungen schafft SIBS Wert für die Gesellschaft – immer unter Beachtung von Nachhaltigkeit und verantwortungsvollem Handeln.

Weitere Informationen: www.sibs.com

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/sibs/

 

Pressekontakt:
SIBS/MB WAY

Joaquim Nunes Correia

joaquim.nunes.correia@sibs.com

 

Über Vipps MobilePay

Vipps MobilePay macht Zahlungen ganz einfach – überall und jederzeit. Ob Kaffee in Kopenhagen, Rechnungen in Helsinki teilen, Geld an Freunde in Schweden senden oder kontaktlos in Oslo zahlen – Vipps MobilePay ist immer dabei. Das Unternehmen startete in Norwegen, Dänemark und Finnland; 2024 kam Schweden hinzu. Unter den Marken MobilePay (Dänemark, Finnland) und Vipps (Norwegen, Schweden) betreut Vipps MobilePay rund 12,5 Millionen Nutzer und knapp 400.000 Unternehmen in der Nordischen Region. Die Fusion von Vipps und MobilePay fand 2022 statt.

1 Andorra, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien und Schweden

 

Katuiscia Benloukil

Head of Public Relations and Communication, EPI Company

Laure-Anne Pirson

Account Manager, Reputation

 

 

 

 

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Brüssel, Lissabon, Rom – 16. April 2026 – Bancomat, SIBS-MB WAY und die European Payments Initiative (EPI), haben heute den erfolgreichen Abschluss eines gemeinsamen Proof of Concept (PoC) bekannt gegeben, mit dem die Interoperabilität ihrer jeweiligen mobilen Zahlungslösungen für grenzüberschreitende Transaktionen im stationären Handel nachgewiesen wurde. Dieser Erfolg stellt einen konkreten Meilenstein in der Zusammenarbeit im Rahmen der im Februar 2026 unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) zwischen Bancomat, Bizum, EPI, SIBS-MB Way und Vipps MobilePay dar. Sie zielt darauf ab, die Bereitstellung souveräner und interoperabler paneuropäischer Zahlungslösungen zu beschleunigen.
european-payments-initiative-lux.prezly.com

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